Ausstellung · Projekt "Einladung zum Märchen"
Original-Illustrationen und überwiegend antiquarische Kinderbücher aus aller Welt.

Frühling 2017 – Frühling 2018
Wanderausstellung in der Russischen Föderation/Regionen.

Gezeigt werden Arbeiten aus den unterschiedlichsten Epochen und Bereichen:

- beginnend mit Arbeiten und Märchenbüchern zu internationalen Volksmärchen
- Illustrationen zu Märchen der Gebr. Grimm, zu Andersens Märchen und Charles Perrault
  sowie zu Märchen aus unserer Zeit

Das Projekt ist geprägt von Arbeiten, die den jeweiligen Zeitabschnitt umfassend vermitteln.

Was wird gezeigt?
Ein repräsentativer Überblick über die Geschichte des Märchens, beginnend mit dem unzerstörbaren Taum der Menschheit,
dass stets das Gute über das Böse siegt, zeigt auch, dass das Märchen sich auch auf die Tierwelt projizieren lässt. Das Märchen zog mit einer Welt voller Geschichten, Phantasien und Wünschen ein. Dann folgten die ersten Märchen vom einfachen Leben, vom Brotbacken, Ernten und mehr... zu späterem Zeitpunkt ergänzt um die Rätsel der Magie und Mystik. In der Epoche der Romantik wurde schließlich versucht, das Märchen literarisch wertvoller zu positionieren, was ja - wie bekannt - gut gelang! Als erster bedeutender Schriftsteller nahm sich der Franzose Charles Perrault Ende des 17. Jahrhunderts dieser schönen Aufgabe an. Im Klassizismus folgten bereits "Dornröschen", "Der gestiefelte Kater" oder "Rotkäppchen"und andere mehr. Den epochalen Höhepunkt erreichten aber die Märchen der Gebrüder Grimm; vermutlich deswegen, weil sich die Brüder bestens ergänzten, wobei Jacob jedwelche Verzerrungen der originalen Umsetzung verhinderte und Wilhelm mit poetischem Gespür Text und Bild auf kreative Art verknüpfte. Die deutsche Romantik hielt damit weltweit Einzug ins Märchenland...

Was war in Russland los? Bereits anfangs des 18. jahrhunderts förderte Peter I. mit dem Lehrinhalt des "ABC" die ersten Schritte zur Kinderliteratur, die beispielsweise umgehend von Pushkin umgesetzt wurde! Später – im 20. Jahrhundert – kamen Tolstoi's Übersetzungen von "Pinocchio" oder Originale wie "Three Fat Men" von Olesha zum Zug. Zum Kinderbuch-Boom kam es in den 30-er Jahren mit Parain's "Baba Yaga", Gontsharovas "Zar Saltan..." und vielen anderen ungewöhnlichen Arbeiten. Neben wundervollen Darstellungen zum Dschungelbuch von Mai Miturich, dem "ABC" von Benois oder Spielzeugillustrationen von Bartram sind ebenso Dobuzhinskys Aquarelle zu bewundern.

Besondere Leckerbissen bilden die Zieh- und Faltbücher von Lothar Meggendorfer (dem Münchner Erfinder des ersten beweglichen Buches anfangs des 19. Jahrhunderts), die eine bis heute unverminderte Anziehungskraft auf Kinder ausüben.

Auch zu erwähnen sind auf jeden Fall die aufwändigen Holzstiche von Gustave Doré und die umgestzten Kupferstiche des Österreichers Moritz von Schwind, welche als absolut gelungene Holzstiche immer und immer wieder neu aufgelegt wurden.

Zusammenfassend sei vermerkt, dass hier fast alle 'möglichen' Illustrationsarten vom Realismus bis hin zur Avantgarde vertreten sind.



 

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